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Täglich sehen und hören wir von Armut. Doch für viele Menschen in Stuttgart scheint Armut weit weg zu sein. Doch nicht etwa in Stuttgart, dieser reichen und vom Wohlstand geprägten schwäbischen Metropole? Aber Armut ist mitten unter uns, vielleicht sogar direkt in unserer Nachbarschaft. Es sind mehr Menschen davon betroffen, als man sich vorstellen kann und will. In Deutschland leben insgesamt drei Millionen Menschen unter dem Existenzminimum, viele davon in der reichen Landeshauptstadt. In der Schwabenmetropole sind derzeit 21.400 Menschen auf Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen. Da ist etwa die allein erziehende Mutter, die für sich und ihre beiden Kinder 800 Euro zur Verfügung hat, oder der Rentner, der mit 600 Euro pro Monat auskommen muss. Aber neben den bekannten Schicksalen von Kranken, Behinderten, Arbeitslosen, Geringverdienern und Obdachlosen liegt ein erschreckender Risikofaktor heutzutage darin, einfach Kind zu sein. Im Klartext heißt das: 9.000 Kinder und Jugendliche zählen zu den Armen. Neun Prozent aller Kinder in unserer Stadt wachsen in einer Familie auf, die auf Sozialleistungen angewiesen ist. Traurig, die Armut findet auch in unserer Stadt immer jüngere Opfer. |